meine Erzieherin und ich
so, jetzt lass ich mal kurz wieder was von mir hoeren.
Gesund bin ich total momentan, immerhin.
Aber es gab totalen Stress hier mit meiner Erzieherin, ein ewiges Hin und Her und ich erfahr alles hintenrum.
Ich weiss bei ihr leider nicht, woran ich bin. Dazu kommt das Sprachproblem. Ich weiss oft nicht wirklich woran ich bei ihr bin und ob sie ueberhaupt Lust auf mich hat.
Und dann kommt ein anderer Erzieher und meint mir mir reden zu muessen und sagt, dieses Jahr arbeiten Educater und Voluntaere so schlecht zusammen und wir muessten mehr aufeinander zugehen und kooperieren...usw.
Und dann kommt der Hausvater und sagt, dass die Erzieher immer viel reden und tratschen und laestern und ueber alles herziehen und wir das nicht so ernst nehmen sollten...
Mich nervt es, dass ich dann aber von ihm erfahre, dass Layal (meine Erzieherin) sich beschwert, dass ich die Jungs nicht im Griff habe und sie mich gleichzeitig im Alltag nicht wirklich einbezieht und wenn es ein Problem gibt, das ich nicht verstehe, alles einfach an sich reisst, weil sie ja die Chefin ist.
und mir sagt, dass ich verantwortlich fuer die Aktivitaeten bin und sich dann beschwert, wenn ich Jungs als Strafe wegschicke, weil ich ihrer Meinung das Problem nicht erfasst habe (1. erzaehlen die viel, wenn der Tag lang ist und 2. weiss ich, was ich gesehehen hab).
Laut Sportprogramm ist es eigentlich ihre Pflicht dabei zu sein und zu helfen und v.a. zu uebersetzen. Sie hat aber leider den Hintergrund dieses Plans zu 0% verstanden, obwohl er nicht nur einmal vor- und zur Diskussion gestellt wurde (von Jochen, dem Sportwissenschaftler, der das alles freiwillig erstellt hat und aber auch wohl bald die Schnauze voll hat und geht)\
Gestern meinte sie naemlich einmal, dass WIR Voluntaere uns das ausgedacht haetten, und sie das schlichtweg nicht macht, weil sie soo viel arbeitet, und es sowieso eine Frechheit, sie einfach einzubinden.
Spaeter haben wir dann nochmal geredet, sie hatte sich mittlerweile wieder beruhigt und war wieder ganz nett.
Vielleicht sind diese krassen Schwankungen hormonell durch die Schwangerschaft bedingt??
Aber es ist schon aeusserst anstrengend mit ihr, weil sie auch sonst oft arrogant zu mir ist und ich (Kulturunterschied hin oder her) oft einfach das Gefuehl hab, dass sie ihre Pflicht absitzt, aber eigentlich keine Lust auf die Jungs hat. Man sieht sie in der Freizeit naemlich immer tratschend mit den anderen Erziehern rumlungern, waehrend die Voluntaere damit beschaeftigt sind, die Jungs zumindest teilweise zu unterhalten.
Und sie aeussert sich auch nicht immer so wohlwollend ueber die Jungs (nett ausgedrueckt), besonders ueber Muslime. Toll, wenn man bedenkt, dass hier ~Toleranz gelehrt werden soll.
Wobei ihre Situation und Position hier aber wohl auch nicht ganz einfach sind.
Es ist schwer, weil alle immer viel reden und Versprechungen machen; ich hab den Eindruck, die Voluntaere sind die einzigen, die sich dann dran halten muessen.
Irgendwie reisst jeder an einem und will was.
Ist also ziemlich anstrengend, ich will nicht die ganze Geschichte hier ausbreiten, aber das ist momentan das, was mich in Atem haelt, und dazu kommen wie gehabt die Autoritaetsprobleme und die Sprache.
Letztes Wochenende waren wir in Irbid bei anderen Freiwilligen des ems und sind von dort aus auch nach Umm Qays. Von wo aus man den See Genezareth und den Yarmuk River, den Grenzfluss, und die israelisch besetzten Golanhoehen sehen kann. Letztes Jahr waren wir ja auch schon dort, aber es war ein 2.mal ueberhaupt nicht langweilig, weil man so unglaublich nah ist.
Man schaut ins Tal und alles sieht wie ausgestorben aus und man weiss, dort ist Israel!
Die Golanhoehen sind total karg und haben mich entfernt an einen Hefezopf erinnert, weil sie teilweise so gewunden sind. Ich hatte totale Lust, dort wandern zu gehen, aber das geht ja leider nicht..
Auch landschaftlich ists da im Norden ganz anders als Amman und lohnt sich schon allein deshalb, abgesehen von Saeulen und co. :-)
Gesund bin ich total momentan, immerhin.
Aber es gab totalen Stress hier mit meiner Erzieherin, ein ewiges Hin und Her und ich erfahr alles hintenrum.
Ich weiss bei ihr leider nicht, woran ich bin. Dazu kommt das Sprachproblem. Ich weiss oft nicht wirklich woran ich bei ihr bin und ob sie ueberhaupt Lust auf mich hat.
Und dann kommt ein anderer Erzieher und meint mir mir reden zu muessen und sagt, dieses Jahr arbeiten Educater und Voluntaere so schlecht zusammen und wir muessten mehr aufeinander zugehen und kooperieren...usw.
Und dann kommt der Hausvater und sagt, dass die Erzieher immer viel reden und tratschen und laestern und ueber alles herziehen und wir das nicht so ernst nehmen sollten...
Mich nervt es, dass ich dann aber von ihm erfahre, dass Layal (meine Erzieherin) sich beschwert, dass ich die Jungs nicht im Griff habe und sie mich gleichzeitig im Alltag nicht wirklich einbezieht und wenn es ein Problem gibt, das ich nicht verstehe, alles einfach an sich reisst, weil sie ja die Chefin ist.
und mir sagt, dass ich verantwortlich fuer die Aktivitaeten bin und sich dann beschwert, wenn ich Jungs als Strafe wegschicke, weil ich ihrer Meinung das Problem nicht erfasst habe (1. erzaehlen die viel, wenn der Tag lang ist und 2. weiss ich, was ich gesehehen hab).
Laut Sportprogramm ist es eigentlich ihre Pflicht dabei zu sein und zu helfen und v.a. zu uebersetzen. Sie hat aber leider den Hintergrund dieses Plans zu 0% verstanden, obwohl er nicht nur einmal vor- und zur Diskussion gestellt wurde (von Jochen, dem Sportwissenschaftler, der das alles freiwillig erstellt hat und aber auch wohl bald die Schnauze voll hat und geht)\
Gestern meinte sie naemlich einmal, dass WIR Voluntaere uns das ausgedacht haetten, und sie das schlichtweg nicht macht, weil sie soo viel arbeitet, und es sowieso eine Frechheit, sie einfach einzubinden.
Spaeter haben wir dann nochmal geredet, sie hatte sich mittlerweile wieder beruhigt und war wieder ganz nett.
Vielleicht sind diese krassen Schwankungen hormonell durch die Schwangerschaft bedingt??
Aber es ist schon aeusserst anstrengend mit ihr, weil sie auch sonst oft arrogant zu mir ist und ich (Kulturunterschied hin oder her) oft einfach das Gefuehl hab, dass sie ihre Pflicht absitzt, aber eigentlich keine Lust auf die Jungs hat. Man sieht sie in der Freizeit naemlich immer tratschend mit den anderen Erziehern rumlungern, waehrend die Voluntaere damit beschaeftigt sind, die Jungs zumindest teilweise zu unterhalten.
Und sie aeussert sich auch nicht immer so wohlwollend ueber die Jungs (nett ausgedrueckt), besonders ueber Muslime. Toll, wenn man bedenkt, dass hier ~Toleranz gelehrt werden soll.
Wobei ihre Situation und Position hier aber wohl auch nicht ganz einfach sind.
Es ist schwer, weil alle immer viel reden und Versprechungen machen; ich hab den Eindruck, die Voluntaere sind die einzigen, die sich dann dran halten muessen.
Irgendwie reisst jeder an einem und will was.
Ist also ziemlich anstrengend, ich will nicht die ganze Geschichte hier ausbreiten, aber das ist momentan das, was mich in Atem haelt, und dazu kommen wie gehabt die Autoritaetsprobleme und die Sprache.
Letztes Wochenende waren wir in Irbid bei anderen Freiwilligen des ems und sind von dort aus auch nach Umm Qays. Von wo aus man den See Genezareth und den Yarmuk River, den Grenzfluss, und die israelisch besetzten Golanhoehen sehen kann. Letztes Jahr waren wir ja auch schon dort, aber es war ein 2.mal ueberhaupt nicht langweilig, weil man so unglaublich nah ist.
Man schaut ins Tal und alles sieht wie ausgestorben aus und man weiss, dort ist Israel!
Die Golanhoehen sind total karg und haben mich entfernt an einen Hefezopf erinnert, weil sie teilweise so gewunden sind. Ich hatte totale Lust, dort wandern zu gehen, aber das geht ja leider nicht..
Auch landschaftlich ists da im Norden ganz anders als Amman und lohnt sich schon allein deshalb, abgesehen von Saeulen und co. :-)
susannah - 9. Okt, 10:14
